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Forschung

Warum sollte sich die Aufstellungstechnik eigentlich langsamer entwickeln als die Computertechnik? Haben Aufstellungen nicht (mindestens) eine ebenso große Bedeutung für unsere Entwicklung?

Es gibt verschiedene Themen, mit denen ich mich intensiv befasse. Eins greift ins andere. Und so ist es nicht ganz leicht, sie getrennt zu behandeln.

  • Ein Schwerpunkt ist die Untersuchung der Wirk-Ebenen von Aufstellungen. Bei Beachtung der Ebenen ist es möglich, präziser, schneller und nachhaltiger zu arbeiten. Wenn man dagegen die unpassende Ebene wählt, kann die Wirkung einer eigentlich wunderbaren Aufstellung verpuffen. Welche Ebene eignet sich also für welche Themen? Gibt es objektive Kriterien oder kommt es vor allem auf Intuition und Menschenkenntnis an?

  • Bei jeder Aufstellung spielen Emotionen eine wichtige Rolle. Emotionen können dafür sorgen, dass wir „ausser uns geraten“. Bei bewusstem Umgang können sie uns aber auch geradewegs in die Tiefe führen. Dabei sind bestimmte Haltungen und Techniken hilfreich.

  • Der zentrierende Umgang mit Emotionen führt zu einer Verdichtung der Aufstellung. Wird dies kultiviert, kann daraus eine neue, konsequente Form der Phänomenologie entstehen.

  • Und dies führt mich zu der Frage, welche Rolle Raum und Zeit in den Aufstellungen spielen. Was passiert, wenn wir in einer Aufstellung bestimmte Parameter des Raumes oder der Zeit verändern? Die Bedeutung dieser Frage kann wohl kaum überschätzt werden. Hier liegt viel Zukunft!

  • Seit längerem sammle ich Erfahrungen mit einer Aufstellungsform, die ich „Beginn mit der Lösung“ nenne. Die Wirkung ist verblüffend.

  • Geradezu elektrisierend sind meine Erfahrungen mit der „neuen Gehirnaufstellung“. (Dies ist eine Variante der Aufstellungsform, die von meiner Lehrerin Elisa Schüler-Mombaur stammt.) Ich habe dem Format eine sehr strenge Form gegeben und Erkenntnisse der neueren Gehirnforschung eigearbeitet.

Gute Aufstellungen führen in die Weite. Sie vergrößern die Handlungsoptionen und erweitern die Spielräume.

In meinen Seminaren zeige ich die aktuellen Ergebnisse meiner Überlegungen. Und ich zeige neue Techniken und Formate. So gibt es immer wieder Überraschungen.

Forschen ist oft ein einsames Vergnügen. Und so verbinde ich mit diesen Zeilen die stille Hoffnung, auf KollegInnen zu stoßen, die ähnliche Spuren verfolgen. Ich freue mich auf kreative Gespräche und auf den Austausch von Erfahrungen. Also bis bald!

 

 

       Im Nichts steckt die Fülle.
 
 
 
 
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